Zehn Sommerdonnerstage in Schagen, wie um 1900

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Liebe Folklorefreunde,

Am kommenden Donnerstag, dem 3. September, erleben wir bereits den letzten westfriesischen Markttag. Wenn ich auf die vergangene Saison zurückblicke, komme ich wieder nicht um einige meteorologische Betrachtungen herum. Denn wettermäßig zeigte die Saison 2026 ein launisches Bild. Konnten wir uns in der ersten Hälfte über herrliches Marktwetter freuen, so verlief die zweite Hälfte leider weniger glücklich. Ausgestattet mit einem echten „Hitzeprotokoll“ sah sich der Vorstand gezwungen, den „Tag des Kindes“ (Dag van het kind) ganz ausfallen zu lassen. Es war brütend heiß und damit für Mensch und Tier nicht zumutbar. Die schweren Herzens getroffene Entscheidung fand breite Zustimmung.

Wie anders war es in der Woche darauf. Der „Tag des Ringstechens“ (Dag van het ringsteken) hatte eindeutig zwei Gesichter. Der Umzug verlief problemlos, doch kaum hatte das Ringstechen begonnen, öffnete Pluvius trotz vieler Stoßgebete alle Schleusen. Platzregen und starker Wind sorgten dafür, dass niemand trocken blieb. Mein dicker Wollanzug hält einiges aus, aber irgendwann war Schluss: nass bis auf die Haut! Zum Glück ist geteiltes Leid halbes Leid, und niemand ließ sich unterkriegen. Auch unser diensthabender Sprecher Willem van der Voort blieb hinter seinem Pult tapfer auf seinem Posten. Er versorgte die Zuschauer, die ebenfalls tapfer ausharrten, weiterhin mit Informationen. Im Nachhinein hatten doch alle ihren Spaß. Bei der Preisverleihung schien sogar wieder die Sonne. Richard Tamis und seine Stecherin Danièlle Seegers-Huijberts durften als Sieger den Siem-Huijberts-Pokal entgegennehmen. Ende gut, alles gut!

Die fast abgeschlossene Saison brachte einige Wechsel im Folklorevorstand mit sich. Jan Dekker hatte als neuer Schatzmeister gleich alle Hände voll zu tun, und dasselbe galt für Tinka Kriens als Schriftführerin. Beide haben sich bewundernswert eingearbeitet und ihre Aufgaben erfüllt. Unser Programmleiter Jan Benit nahm Martin Buis als „Praktikanten“ unter seine Fittiche. Martin soll die Kniffe des Fachs lernen, damit er mit der Zeit den Staffelstab von Jan übernehmen kann. Angesichts der Vielzahl an Aufgaben, die Jan erledigt, wird das noch etwas dauern. Für Max Hopmans nähert sich das Ende seiner langen Vorstandszugehörigkeit mit großen Schritten. Nach dieser Saison wird er den Vorstand verlassen. Für sein Medienressort wurde inzwischen eine Nachfolgerin in der Person von Milou Beets gefunden. Sie wird die Website betreuen und die „klassischen“ und sozialen Medien bedienen. Außerdem ist sie als Kutscherin mit der Folklore verbunden.

Auch in diesem Jahr waren die Projekte „Weegschaal“ (sich gegen eine Gebühr auf der alten Waage wiegen lassen) und „Ansichtkaart“ (ein Foto im Kostüm auf einer Kutsche) wieder erfolgreich. Diese Aktivitäten, die etwas zusätzliches Geld für das Museum Vreeburg einbringen, werden uns zweifellos erhalten bleiben.

Manchmal scheint alles geregelt zu sein, und plötzlich wackelt ein Programmpunkt. Das geschah beim „Sammlertag“ (Verzameldag). Der Shantychor „Onder Zeil“ sollte auftreten, musste aber leider aus persönlichen Gründen absagen. Zum Glück waren die Kollegen vom Shantychor „’t Scheepstuygh“ bereit und in der Lage, diese entstandene „Seelücke“ zu füllen. Dafür natürlich Dank und Anerkennung!

Und am kommenden Donnerstag ist bereits der festliche Abschlusstag. Natürlich schließen wir traditionsgemäß mit dem gemeinsamen Mittagessen ab, gefolgt vom „Kampf um den Mann und die Frau“. Als dieses humorvolle Ereignis nach Jahren wieder aus der Mottenkiste geholt wurde, habe ich ausführlich erklärt, wie es abläuft. Sollten Sie es vergessen haben, machen Sie trotzdem einfach mit. Es ergibt sich nämlich von selbst, und Spaß ist garantiert!

Schon jetzt herzlichen Dank an alle, die zu einer weiteren schönen Saison beigetragen haben. Auf Wiedersehen am kommenden Donnerstag und natürlich auch im nächsten Jahr.

Rienk Mud

Vorsitzender der Stichting Bevordering Westfriese Folklore (Stiftung zur Förderung der Westfriesischen Folklore)

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