Zehn Sommerdonnerstage in Schagen, wie um 1900

Newsletter des Vorsitzenden

Liebe Folklorefreunde,

Am kommenden Donnerstag, dem 4. September, erleben wir bereits den letzten westfriesischen Markttag. Zeit, schon einmal auf die vergangene Saison zurückzublicken. Es fällt vielleicht auf, dass ich dabei oft Bemerkungen über das Wetter mache. Das ist natürlich nicht verwunderlich, wenn man als Veranstalter von Outdoor-Aktivitäten von den Wetterbedingungen abhängig ist. Deshalb auch an diesem letzten Tag des meteorologischen Sommers einige Bemerkungen dazu. Die vergangene Saison verlief wettermäßig zum Glück wieder fast problemlos. Nur am 14. August, am Tag des Kindes (dag van het kind), waren zusätzliche Maßnahmen nötig, um der Hitze Herr zu werden. Da ein „Nationaler Hitzeplan“ in Kraft war, gab es auf halber Strecke des Umzugs eine Wasserausgabestelle, und allen war vorab über die sozialen Medien ans Herz gelegt worden, genug zu trinken und bei Beschwerden selbstverständlich zu Hause zu bleiben.

Im Übrigen herrschte stets bestes Marktwetter, und alle Aktivitäten konnten problemlos und wiederum unter großem Publikumsinteresse stattfinden.

Ganz besonders war in diesem Jahr der Tag des Ringstechens (dag van het ringsteken). Zum ersten Mal ohne Siem Huijberts in unseren Reihen wurde um den Pokal gekämpft, der künftig seinen Namen tragen wird. Die Überreichung durch Marja Huijberts war ein emotionaler Moment.

Sehr erwähnenswert ist natürlich die Rückkehr der alten Waage an einigen Donnerstagen. Auf dem Markt gegenüber „De Posthoorn“ war mit Genehmigung der Gemeinde eine passende Grube angelegt worden. Viele Marktbesucher ließen sich gegen eine Gebühr wiegen und erhielten danach ein kalligrafiertes Zertifikat mit ihrem genauen Gewicht. Eine weitere auffällige Aktivität war das Fotografieren-Lassen in westfriesischem Kostüm auf einer Kutsche der Folklore. Beide Aktivitäten sollten Geld für die Museumboerderij Vreeburg (Bauernhofmuseum) einbringen. Die Idee dazu kam aus dem Vorstand von Vreeburg (Schatzmeister Koos Kramer). Es wurde ein gemeinsames Projekt von Vreeburg und Folklore. Die Aktivitäten erwiesen sich als schöne Ergänzung des Programms des westfriesischen Marktes, deshalb wird der Erlös beider Aktionen geteilt Die Zusammenarbeit mit Vreeburg unterstrich einmal mehr die Verbundenheit beider Organisationen. Schließlich geben wir seit Jahren gemeinsam den Flyer zu Saisonbeginn heraus, und die Kutschen der Folklore werden in der Wagenhalle ausgestellt, die Vreeburg gehört. Auch das Einspannen der Pferde für den Umzug findet hier statt. Viele Außenstehende haben dadurch schon den Eindruck, es mit einer einzigen Organisation zu tun zu haben. Beide Stiftungen haben als wichtiges Ziel die Bewahrung des westfriesischen Kulturerbes. Es ist daher nicht undenkbar, dass die Verbundenheit in naher Zukunft auch auf Vorstandsebene Gestalt annimmt. Selbstverständlich halte ich Sie als Vorsitzender der Westfriese Folklore und Vorstandsmitglied der Museumboerderij Vreeburg über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Nach alledem erwartet uns natürlich noch der festliche Abschlusstag der Saison 2025. Hoffen wir, dass uns die Wettergötter wieder gewogen sind, denn sowohl das gemeinsame Mittagessen mit den Freiwilligen als auch der legendäre „Kampf um den Mann und die Frau“ finden unter freiem Himmel statt. Also Daumen drücken!

Bleibt mir nur noch, schon jetzt allen zu danken, die zu einer weiteren prächtigen Folkloresaison beigetragen haben. Auf Wiedersehen am kommenden Donnerstag und natürlich auch im nächsten Jahr.

Rienk Mud

Vorsitzender der Stichting Bevordering Westfriese Folklore (Stiftung zur Förderung der Westfriesischen Folklore)

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