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Liebe Folklorefreundin, lieber Folklorefreund,
‚Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben‘, so lautet das alte Sprichwort. Dennoch wage ich es, obwohl der letzte westfriesische Donnerstag noch bevorsteht, von einer hervorragenden Saison zu sprechen. Wir sind an allen Tagen trocken geblieben, es war sehr viel Publikum da, und Zwischenfälle gab es glücklicherweise nicht. Der große Publikumsandrang hatte zweifellos damit zu tun, dass oft kein Strandwetter war und die Touristen sich deshalb anderen Aktivitäten zuwandten. Und was gibt es dann Schöneres als einen Besuch unseres einzigartigen westfriesischen Marktes?
So denke ich mit großer Freude an den ‚Tag der Musik‘ zurück. Ein mitreißender Auftritt von Vlacor, die mit Tex-Mex- und Rocknummern das Publikum zum Tanzen brachten, gefolgt von einem wunderbaren Auftritt von Skotwal mit Americana-Liedern in unverfälschtem Westfriesisch. Apropos Skotwal: Ich kann berichten, dass wir hinter den Kulissen eifrig dabei sind, nach dem Erfolg von Oôs Joôs im vergangenen Jahr eine Aktion auf die Beine zu stellen, um auch Skotwal in die Top 2000 zu bringen. Daher schon jetzt der Aufruf, zu gegebener Zeit für das Lied ‚Te Werk‘ der Jungs aus ‚Langedoik‘ (Langedijk) zu stimmen.
Der ‚Gasttag‘ konnte, anders als im vergangenen Jahr, diesmal unter freiem Himmel stattfinden. Leider war die Zahl der Teilnehmer in diesem Jahr enttäuschend. Möglicherweise spielte die Erinnerung an die vorige Ausgabe dabei eine Rolle. Außerdem gab es noch einige kleine Minuspunkte. So fehlten die Tischdecken, und in manchen Fällen stimmte die Rezeptur der originalen Bauernmahlzeit nicht. Also Verbesserungspunkte. Ich gehe daher davon aus, dass ich im nächsten Jahr beim ‚Gasttag‘ wieder viele ‚Mitesser‘ begrüßen darf. Vergessen Sie nicht, dass es für die Touristen (und für sie machen wir das ja auch) etwas ganz Besonderes ist, und das erfordert eine große Gruppe von Teilnehmern. Am Geld muss es nicht scheitern!
Das Ringstechen war wie eh und je ein Spitzentag. Mit nicht weniger als 21 Gespannen wurde es ein prächtiges Schauspiel. Nur der Wind hätte etwas schwächer sein können. Ihr Vorsitzender verlor durch den Wind erneut seinen Hut, der von einem Jurymitglied gerade noch gerettet wurde, kurz vor einem heranstürmenden Gespann. In Gedanken hatte ich mich schon von meinem Hut verabschiedet, aber es ging also gut aus.
Das Ringreiten hatte so manchen emotionalen Moment. Trotz seiner schweren Krankheit war unser stellvertretender Vorsitzender Siem Huijberts anwesend. Wo nötig, gab er auf seine bekannte Weise noch Anweisungen. Sichtlich genoss er die Fahrt im Landauer von Michel Bakker, der am Ringstechen teilnahm und den zweiten Preis errang. Wir wurden Zeugen eines emotionalen Moments zwischen Vater und Tochter, als sich herausstellte, dass Tochter Daniëlle als Stecherin mit Kutscher John de Wit den ersten Preis gewonnen hatte. Auch für John war dies in mehrfacher Hinsicht ein besonders freudiger Moment, den ihm alle von Herzen gönnten.
Und dann nächste Woche schon der letzte westfriesische Markt. Der festliche Abschlusstag, an dem die Freiwilligen traditionsgemäß gemeinsam unter freiem Himmel auf dem Markt eine Brotmahlzeit einnehmen. Auch diesmal wieder etwas Besonderes. Ging es im vergangenen Jahr um die ‚Skager kampioenschap stikkesnaaie‘ (Schagener Meisterschaft im Brotschneiden), so steht in diesem Jahr ‚der Kampf um den Mann und die Frau‘ auf dem Programm. Vor vielen Jahren war dies ein fester Bestandteil des westfriesischen Donnerstags, so wurde mir erzählt. Es wird also ein ‚trip down memory lane‘, wie die Engländer so schön sagen. Pure Nostalgie also. Viel mehr, als dass es einer Art Reise nach Jerusalem ähnelt (aber doch anders), kann ich nicht dazu sagen. Kommen Sie selbst und schauen Sie zu!
Ich möchte allen herzlich danken, die auch in diesem Jahr zu einer erneut gelungenen Saison beigetragen haben.
Bis nächstes Jahr!
Rienk Mud
Vorsitzender der Stichting Bevordering Westfriese Folklore (Stiftung zur Förderung der Westfriesischen Folklore)









































